Damit alle Kinder lesen lernen: Modder unterstützt Arbeit der Lesenester

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Hanne Modder nahm an einer Stunde im Lesenest Holtland teil und betreute eine der Lesestationen. Bild: Büro Modder


Hesel – Die SPD-Landtagsabgeordnete Hanne Modder (Bunde) hält die Arbeit der Lesenester in der Samtgemeinde Hesel für vorbildlich und regt an, dass alle Kommunen im Landkreis Leer solche oder ähnliche Angebote für Kinder unterstützen. „Welche Methode letztlich gewählt wird, ist nicht entscheidend. Aber wir sollten den Anspruch haben, dass alle Kinder lesen lernen. Der Ansatz der Lesenester hat mich sehr beeindruckt. ich werde das unterstützen“, sagte Modder nach einem Besuch des Lesenests in Holtland. 
Die Idee zum Lesenest hat Manuela Lindemann, pädagogische Mitarbeiterin an der Grundschule Holtland, aus Aurich übernommen. Im Februar 2013 ging es los. Mittlerweile kümmern sich 22 Ehrenamtliche in drei Lesenestern in Hesel, Holtland und Neukamperfehn um Kinder mit Leseschwächen. Die Gemeinde unterstützt das Projekt mit rund 20 000 Euro jährlich – unter anderem für die Lizenzen. „Ein kleiner Beitrag, der enorm hilft“, sagt Bürgermeister Uwe Themann.


Das Besondere an den Lesenester ist die Fingerzeichenmethode nach der Methode der Hasenschule. Die Kinder – meist im Grundschulalter – können sich mit Fingerzeichen die Laute besser merken und lernen so lesen. Hanne Modder machte eine Stunde mit und beobachtete genau, wie die Kinder mit Hilfe der Zeichen Sätze bilden konnten und an mehreren Stationen das Gelernte vertieften. 
Die Kinder, die das Lesenest besuchen, haben aus unterschiedlichen Gründen große Probleme beim Lesenlernen im Schulunterricht. „Manchmal sind wir die Letzten, an die sich verzweifelte Eltern wenden“, sagt Lindemann, „es gibt nichts Schöneres als die leuchtenden Augen von Kindern, die nach vielen Misserfolgen erfahren, dass sie lesen können“.
Lindemann warnt davor, bei aller Berechtigung für digitales Lernen die zwei bis drei Kinder pro Klassenjahrgang zu vergessen, die ihrer Erfahrung nach Probleme beim Lesen haben. Modder: „Das sind keine Gegensätze. Wir müssen beides fördern.“

Wer mehr über die Arbeit der Lesenester und die Organisation erfahren möchte, kann sich an Uwe Theemann wenden.


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